Presse

21.04.2015, 21:15 Uhr

Junge Union Saalekreis zum MZ-Artikel „Keine Ehrung für Thälmann“ vom 17.04.2015

Die Junge Union Saalekreis weist den Vorschlag des Bad Dürrenberger Stadtrates Bodo Heinicke (FDP/SPD-Fraktion) zur Anbringung einer Thälmann-Gedenkplatte entschieden zurück.

„Ernst Thälmann sollte nicht überhöht und auf einen Sockel gestellt werden; er gehört ins Geschichtsbuch oder ins Museum“, erklärte der JU-Kreisvorsitzende Jonathan Rumpold.

Der stellvertretende JU-Vorsitzende und Bad Dürrenberger Stadtrat Christoph Schulze (CDU) fragt sich: „Warum soll ausgerechnet die Stadt Bad Dürrenberg an einen Hamburger Kommunisten erinnern, der nicht vordergründig als Kriegsgegner, sondern als Verfechter einer antidemokratischen Weltanschauung bekannt ist?“ Allein die Tatsache, dass es sich bei Ernst Thälmann um einen Gegner des National-sozialismus handelt, der durch seine Ermordung zum Märtyrer der kommunistischen Idee geworden ist, rechtfertige keineswegs eine übertriebene Ehrung, so Schulze weiter. Er könne sich allerdings sehr gut vorstellen, dass die Gedenkplatte - eingebettet in die Geschichte der Saalebrücke - künftig im Museum gezeigt wird.

„Es ist nicht tragbar, wenn sich ein demokratisch gewählter Stadtrat für die Verehrung einer Person ausspricht, dessen Intentionen von Totalitarismus geprägt waren, der dem Grunde nach nicht weniger menschenverachtend war, als das Regime, das Ernst Thälmann bekämpft hat“, begründet die Junge Union ihre Stellungnahme abschließend. Sie erwarte von Bodo Heinicke, dass sich dieser an seinen Amtseid als Stadtrat erinnert und seine Forderung umgehend überdenkt.

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon